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Erntereise Oktober 2021

Nun ist es soweit: wir besuchen zum ersten Mal gemeinsam die Basilikata. Die Vorfreude ist gross und wir nutzen die Fahrt in den tiefen Süden, um uns unterwegs schon einen Eindruck von «Bella Italia» zu machen. So streifen wir die Halbinsel Gargano mit seinen idyllischen und eindrücklichen Städtchen Peschici und Vieste. Direkt am Meer gelegen klammern sich hier die Häuschen an den Fels. Da wir komplett ausserhalb jeglicher Saison reisen, erhalten wir einen guten Eindruck vom gemütlichen Dorfleben. Als einer der Höhepunkte stellt sich der Besuch von Matera heraus. Matera ist die bekannteste Stadt in der Basilikata und gehört zum UNESCO Weltkulturerbe. Matera ist die drittälteste, dauerhaft bewohnte Stadt der Welt. Hier leben seit über 9'000 Jahren durchgängig Menschen. Beeindruckt von dieser langen Geschichte schlendern wir durch die Gassen der Sassi (Höhlenhäuser).

Endlich geht es Richtung Cancellara. Auf dem Weg dorthin treffen wir in Oppido auf Gianfranco mit seiner Partnerin Mimma und seinem Neffen Dilan. Sie sind mitten in der Olivenernte und wir dürfen ihnen helfen. So bekommen wir zum ersten Mal einen Eindruck von dieser strengen, aber sehr schönen und befriedigenden Arbeit. Von Hand oder mit kleinen «Rechen» streifen wir die Oliven von den jungen Zweigen ab. In aufwändiger Arbeit trennt Mimma die geernteten Oliven mittels einem Sieb von den Blättern. Übrig bleiben die grün leuchtenden wertvollen Oliven, die nun bereit für den Transport in die Ölmühle sind. Bei Pietro in der Ölmühle angekommen, werden die Oliven in einem modernen Prozess verarbeitet. Die Luft in der Ölmühle ist vom Duft der gepressten Oliven geschwängert. Wir befinden uns umgehend wie in einer anderen Welt und geniessen es mitzuerleben, wie aus den hochwertigen Oliven unser Angeli Berg-Olivenöl entsteht. Nach dem Mahlen der Oliven zu einem Brei erfolgt das Malaxieren. Der Olivenbrei wird «massiert», so dass sich die winzigen Öltröpfchen aus den Zellen des Fruchtfleisches lösen. Es braucht viel Erfahrung und Fingerspitzengefühl des Müllers, um den richtigen Zeitpunkt für die Weiterverarbeitung im Dekanter (der Zentrifuge) zu bestimmen. In der Zentrifuge wird das flüssige Öl und das Wasser von den Feststoffen (Fruchtfleisch, Teile des Kerns, Olivenschale) getrennt. Heraus kommt das flüssige Gold, das Angeli Berg-Olivenöl!

Das Olivenöl so frisch ab der Presse zu kosten ist ein unglaubliches Geschmackserlebnis! Schöne, frische grüne Noten in der Nase begleitet von einer intensiven Frucht im Mund und einer spürbaren Bitterkeit, die sehr schön harmoniert mit der leichten Schärfe im Abgang, lassen uns ins Schwärmen kommen. Wir sind einfach nur dankbar und glücklich über den ausgezeichneten Jahrgang 2021 und sind einmal mehr überzeugt, genau das Richtige mit der Übernahme von Angeli getan zu haben.

Viele Stunden verbringen wir in den Olivenhainen und in der Ölmühle. In der Ölmühle können wir uns nicht sattsehen und im Olivenhain geniessen wir die Arbeit in der Natur an der frischen Luft. Die Zeit mit den vielen lieben Menschen vor Ort, die uns alle herzlich empfingen und uns mit ihrer Lebensfreude beeindruckten, war für uns sehr bereichernd. Wenn wir heute Angeli Berg-Olivenöl über unsere Speisen träufeln (und das tun wir oft und in beträchtlicher Menge), denken wir oft und gerne an unsere Erntereise 2021 zurück.

Angeli by naguna - Harry Wirth
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