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Abfüllung des Jahrgangs 2021

Am Sonntag, 6. März 2022 reise ich in die Basilikata mit dem Ziel, den Jahrgang 2021 unseres Angeli Berg – Olivenöls in Flaschen abzufüllen. In Cancellara angekommen, steigt der Geruch von Rauch in meine Nase. Ich gehe durch die Gassen und stelle fest, dass der Geruch von den Heizungen der Häuser kommt. In jedem Haus in der Altstadt wird mit Holz gefeuert und aus den kleinen Kaminen steigt überall ein kleines Räuchlein auf. Diese Atmosphäre verleiht ein heimeliges Gefühl und ich fühle mich sofort wieder wohl hier. Am Abend erwartet mich Pietro schon in der kleinen Pizzeria/Bar im Dorf. Bei einer Pizza tauschen wir uns aus und schauen parallel dazu das Spiel Neapel – Mailand. Die wichtigen und damit interessanten Spiele werden nur noch im Bezahlfernsehen gezeigt. Das führt dazu, dass sich die vorwiegend männlichen Dorfbewohner an diesen Fussballabenden in der Bar zum gemeinsamen Schauen der Spiele treffen. Wir sind in Italien und so bleibt es selbstverständlich nicht beim Schauen, sondern es wird lauthals mitgefiebert, kommentiert, gelacht, geklatscht, reklamiert und kritisiert. Eine Atmosphäre fast wie live im Stadion…

Am Montagmorgen nutze ich die Zeit und erkunde die winterliche Umgebung von Cancellara. Überraschenderweise herrschen hier wirklich winterliche Temperaturen. Ich weiss nicht wie es Ihnen geht, aber ich hatte erwartet, dass so weit im Süden im März schon sehr milde Temperaturen herrschen und der Frühling schon zu spüren ist. Weit gefehlt. Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt und verschneiter Landschaft erlebe ich Cancellara und die Umgebung in winterlicher Ruhe. Die Olivenhaine sind im Schneekleid und die Bäume befinden sich noch im Winterschlaf. Vor dem Mittag treffen wir uns in der Ölmühle und ich degustiere die Olivenöle des neuen Jahrgangs. Mein Eindruck vom Oktober, als wir das frische Öl ab Presse degustiert hatten, bestätigt sich: 2021 ist ein qualitativ sehr guter Jahrgang mit hoher Komplexität (viele verschiedene Aromen). Das Dolce ist schön ausgewogen und mild, das Forte hat eine intensive Frucht im Mund mit spürbarer Bitterkeit und Schärfe. Genau die Charakteristiken, die so typisch für unsere beiden Angeli Berg-Olivenöle sind. Ausserdem haben wir mit dem Jahrgang 2021 etwas Spezielles ausprobiert… aber dazu später in unserer Angeli Post (zum Newsletter anmelden). Nun geht es daran, das Olivenöl in die Flaschen zu bringen. Pietro richtet zusammen mit Papa Donato alles ein und los geht’s… Es ist viel Handarbeit dabei und wir arbeiten wie am Fliessband. Zeitweise kommt auch der Schwiegervater von Pietro, der sinnigerweise ebenfalls Donato heisst, und hilft auch noch mit. So kommen wir gut voran und Tag für Tag stehen mehr Flaschen bereit für den Transport. Am Donnerstagmittag verlasse ich Cancellara Richtung Maratea südlich von Neapel am tyrrhenischen Meer. Bevor ich zurück in die Schweiz reise, möchte ich noch das Meer gesehen und ein paar Sonnenstrahlen getankt haben. Maratea liegt wunderschön am Berg gelegen und ist im Sommer eine beliebte Feriendestination. Mit seinen vielen kleinen, idyllischen Buchten und Stränden zieht es jährlich viele Touristen an. Jetzt ist Maratea ruhig und wirkt fast wie ausgestorben. Praktisch alle B&B’s, Hotels und Restaurants sind geschlossen. Mitten in der Altstadt finde ich schlussendlich doch noch ein Zimmer für die Nacht. Am nächsten Tag erkunde ich noch einige Stunden Maratea und geniesse die sonnigen Stunden am Meer, bevor ich mich auf den Weg zurück in die Schweiz mache. Inzwischen werden in Cancellara emsig die abgefüllten Flaschen etikettiert. Auch hier wird vieles in aufwändiger Handarbeit gemacht. Sogar die Töchter von Pietro legen jetzt Hand an und helfen ihm, die Flaschen zu etikettieren. Es macht Freude zu sehen wie die ganze Familie anpackt und ich bin dankbar für die ausserordentlich gute Zusammenarbeit mit der Familie Biscione.

Angeli by naguna - Harry Wirth
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