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Abfüllung des Jahrgangs 2020

Vom 25. bis 30 April 2021 reiste Harry in die Basilikata, um den neuen Jahrgang in die Flaschen abzufüllen. Coronabedingt war das Reisen etwas komplizierter. Am Montag kam ich gegen Mittag in der Ölmühle in Cancellara an. Dort wurde ich  von Pietro, seinem Vater Donato und dem Mühlenhund herzlich empfangen. Kurze Zeit nach mir traf auch Erwin Bläsi (der vormalige Besitzer von Angeli – olio e non solo) ein. Für mich war es der erste Besuch in der Basilikata bei unseren Partnern vor Ort. Ich war sehr gespannt und freute mich auf die kommenden Tage.

Nach einer Besichtigung der modern und gut eingerichteten Ölmühle degustierten wir das Angeli Berg-Olivenöl. Sofort erkannten wir die typischen Elemente des «Dolce» (mild fruchtig) und «Forte» (klar wahrnehmbare Bitterkeit und leichte Schärfe im Abgang). Olivenöl ist ein Naturprodukt. Daher ist es unvermeidlich, dass von Jahr zu Jahr kleine Unterschiede feststellbar sind, die Grundzüge bleiben jedoch dieselben.

In der Folge richteten wir den Betrieb für die Abfüllung in Flaschen ein. Bald waren wir bereit und begannen die unzähligen leeren Flaschen, die bereitstanden, mit feinstem Angeli Berg-Olivenöl zu füllen. Der Duft von Olivenöl hing in der Luft. Wir kamen uns vor wie Charlie Chaplin im Film «Modern Times», wo er am Fliessband die immer wieder gleichen Handbewegungen macht…. Es wurde geplaudert und gelacht. Mir machte es riesigen Spass, helfen zu können und mit Pietro und Donato diese Arbeit zu vollbringen. Das Abfüllen und Etikettieren der Flaschen beschäftigte uns die kommenden Tage.

Eine schöne Tradition durfte ich auch erleben. Immer morgens treffen sich Pietro und Donato mit einigen Freunden aus dem Dorf in der Kaffeebar. Dort wird bei einem echten italienischen Cafè geplaudert, sinniert und die Erlebnisse des letzten Tages miteinander ausgetauscht. Nach kurzer Zeit verabschiedet sich einer nach dem anderen und man geht seines Weges, um sich am nächsten Morgen wieder hier zu treffen. Eine echt schöne Tradition, die den Zusammenhalt im Dorf spürbar fördert.

Ich nutzte meinen ersten Besuch in der Basilikata, um mir einen Eindruck von der Landschaft und der Umgebung von Cancellara zu machen. Die Hügel der Basilikata zeigten sich mir in schönem, saftigen Grün so weit das Auge reicht. Ich erfuhr, dass die sattgrünen Felder sich im Juli und August in braune, im Wind wiegende Ähren von Weizen verwandeln. Viele der Dorfbewohner sind quasi Selbstversorger. Sie bewirtschaften um ihr Haus oder am Dorfrand einen kleinen Garten in dem Gemüse, Früchte und natürlich Oliven gedeihen. Mir ist das sehr sympathisch und ich fühle mich sehr wohl in dieser Umgebung.

Leider ging mein Kurztrip bald schon wieder zu Ende und ich musste meine Heimreise antreten, damit ich am Samstag wieder am Wochenmarkt in St. Gallen sein konnte. Es war ein schönes Erlebnis und ich habe mich bei Pietro und seiner Familie sofort wohl gefühlt. Nach diesem Besuch bin ich noch viel mehr davon überzeugt, dass wir das Richtige gemacht haben, als wir uns auf dieses Abenteuer eingelassen haben. Ich freue mich, meine Eindrücke mit Birgit und meinen Kunden in der Schweiz zu teilen.

Angeli by naguna - Harry Wirth
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